Deutliches Votum für ergebnisoffene Fusionsgespräche


Diese Amisen sollen die Verhandlungen mit Grün-Weiß Rheine zu einem guten Ergebnis führen (v. l.): Bernhard Stockmann, Bernhard Grotholt und Klaus Bönninghoff. Auf dem Bild fehlt Volker Eilers.
Diese Amisen sollen die Verhandlungen mit Grün-Weiß Rheine zu einem guten Ergebnis führen (v. l.): Bernhard Stockmann, Bernhard Grotholt und Klaus Bönninghoff. Auf dem Bild fehlt Volker Eilers.

Hauptversammlung bei Amisia Rheine

Zu einer denkwürdigen und zukunftsweisenden Jahreshauptversammlung begrüßte der Vorsitzende Herbert Exeler 62 Mitglieder des Fußballvereins Amisia Rheine im Vereinsheim. Im letzten Jahr waren es lediglich 38 Anwesende. Der offensichtliche Grund für das gewachsene Interesse basierte auf Punkt neun der Tagesordnung. Dieser lautete: „Abstimmung zur Aufnahme von ergebnisoffenen Fusionsgesprächen mit dem Spielverein GW Rheine“ (siehe unten).

Zahlen und Fakten

Geschäftsführer Bernhard Grotholt nannte Zahlen und Fakten. Er berichtete über die gesunkene Mitgliederzahl von inzwischen 402. Besonders die Jugendabteilung wird von Jahr zu Jahr kleiner, in der nur noch acht Mannschaften ihre Ligaspiele bestreiten. Dank einer Kooperation mit dem Verein SV GW Rheine und Austausch von Jugendlichen mit Gründung gemeinsamer Spielgemeinschaften konnte die Situation noch gerettet werden. Beide Vereine stecken seit Jahren in dem Dilemma, über zu wenig Trainer und Betreuer für den Nachwuchsbetrieb zu verfügen. Aus dem Grunde treffen sich die Jugendvorstände einmal im Monat zur gemeinsamen Sitzung.

Die Kasse stimmt. Kassierer Stephan Fleege konnte von einem soliden Kassenbestand berichten. Trotz geringerer Beiträge weist die Kasse ein Plus von 5.850 Euro auf, Tilgungen über Plan mit 12.000 Euro standen zu Buche. Fleege prognostizierte: „In fünf Jahre sind wir von allen Verbindlichkeiten frei.“ Die Kassenprüfer bescheinigten eine einwandfreie Kassenführung, woraufhin Kassierer und Vorstand einschließlich entlastet wurden.

Im von der Versammlung genehmigten Haushaltsplan für 2019 sind 122.000 Euro bei Ein- und Ausgaben veranschlagt.

Die anstehenden Wahlen waren eine reine Formsache. Vorsitzender Herbert Exeler, Kassierer Stephan Fleege, Fußballobmann Klaus Bönninghoff und Liegenschaftswart Hermann Sandmann wurden einstimmig in ihren Ämtern bestätigt. Die Bestätigung des Jugendobmanns erfolgte kommissarisch, da sich Sven Otte bereit erklärte, bis zum 30. Juni sein bisheriges Amt weiter auszuüben.

Thema Fusionsgespräche

Wie können wir langfristig unseren Verein zukunftssicher gestalten? Diese Frage stellen sich die Verantwortlichen vom Fußballverein Amisia Rheine seit geraumer Zeit. Bisher reichte es immerhin zur Kooperation mit dem SV Grün-Weiß Rheine. Im Jugendbereich hapert es in beiden Vereinen an Kindern und Jugendlichen. Gleichfalls fehlt es an Trainern und Betreuern für den Jugendbereich. Die Kooperation funktioniert zwar gut, eine Dauerlösung kann dieses Modell jedoch nicht sein. Darüber sind sich die Verantwortlichen einig. Jetzt soll der Königsweg beschritten werden. Eine Fusion beider Vereine steht im Raume. Aus Erfahrung weiß man in Rheine, dieser Weg schwierig und weit sein kann.

Beide Vereine gründeten inzwischen ihre Verhandlungskommission. Bei den Grün-Weißen sind das Ralf Schneider, Stefan Schulze-Diekhoff, Sebastian Albers und Rainer Int Feld. Für die Amisen verhandeln Klaus Bönninghoff, Bernhard Stockmann, Bernhard Grotholt und Volker Eilers.

In der Jahreshauptversammlung am Freitag nahmen die Amisen am Wochenende die erste Hürde. Bernhard Grothold stimmte zunächst die Anwesenden auf das Thema ein, ob gewollt sei, ergebnisoffene Fusionsgespräche zu führen.

Die Liste der Probleme ist lang. Zu lang, könnte man meinen. Sie ist aber auch in beiden Vereinen gleich. Grotholt nannte Zahlen: 402 Mitglieder sind es gerade noch bei den Amisen. Ein weiterer Schwund würde in einigen Jahren mutmaßlich das Aus bedeuten.

Die Pachtverträge der Vereine laufen bei Amisa mit der Stadt Rheine und einer Privatperson bis 2027, bei den Grün Weißen mit der Stadt Rheine bis 2038. Eine gegenseitige Einsicht in die Finanzen der Vereine erfolgte bisher nicht.

Offene Worte

Fußballobmann und Wirtschaftrat Klaus Bönninghoff führte die Diskussion mit den Versammlungsteilnehmern, und er machte es gut. Jedem der wollte, wurde Gehör geschenkt. Sachlich, ergebnisorientiert, informativ und von offenen Worten geprägt führte die Diskussion schließlich auch zum Ergebnis. Und das war eindeutig. Per Handzeichen stimmten von 62 Stimmberechtigten 49 für die Aufnahme von Gesprächen mit dem Ziel einer Fusion. Zehn Mitglieder enthielten sich und drei stimmten dagegen.

„Mit einem Abstimmungsergebnis von 51 zu 49 hätten wir eine Verhandlung mit den Grün-Weißen nicht aufgenommen, jetzt haben wir eine Riesenaufgabe vor uns“, sagte Bönninghoff.

„Es sollte nicht mehr so lange dauern“, lautete der Wunsch des Kassierers Stephan Fleege, der damit auch den Willen der Mitglieder ausdrückte. 2020 wäre ein ambitioniertes aber auch mögliches Ziel. Nun sind die Verhandlungsgremien am Zuge, den Weg zur Verschmelzung vorzubereiten. 

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